Branchen
Elektrotechnik und Photovoltaik.
Wir haben uns bewusst auf zwei Bereiche festgelegt, statt für alle etwas zu bauen. In beiden entscheidet nicht Geschmack über die Konfiguration, sondern Physik.
Warum diese zwei
In den meisten Konfigurator-Beispielen im Netz wählt jemand eine Farbe, eine Größe und ein Material. Das Ergebnis ist immer gültig, weil nichts miteinander in Konflikt geraten kann.
In Elektrotechnik und Photovoltaik ist genau das Gegenteil der Fall. Dort gibt es Kombinationen, die auf dem Papier plausibel aussehen und trotzdem unzulässig sind, weil ein Spannungsfenster überschritten wird, eine Norm etwas anderes verlangt oder eine Komponente unter bestimmten Bedingungen nicht mehr passt. Diese Regeln sind der Grund, warum Beratung dort teuer ist, und sie sind der Grund, warum ein Konfigurator dort überhaupt Sinn ergibt.
Photovoltaik
Wer eine PV-Anlage zusammenstellt, trifft Entscheidungen, die voneinander abhängen: Modultyp und Anzahl bestimmen die Strangspannung, diese muss zum Arbeitsbereich des Wechselrichters passen, und beides verschiebt sich mit der Temperatur. Dazu kommen Ausrichtung, Dachtyp, Verschattung und die Frage, ob ein Speicher oder eine Notstromfunktion vorgesehen ist.
Für einen Hersteller oder Großhändler bedeutet das: Jede Anfrage eines Installateurs muss gegen dieselben Bedingungen geprüft werden. Ein Konfigurator, der diese Prüfung übernimmt, spart nicht nur Zeit, er verhindert auch, dass eine unzulässige Kombination erst auf der Baustelle auffällt.
Typische Auftraggeber: Hersteller von Komponenten und Sicherheitstechnik, Großhändler mit eigenem Sortiment, Planungsunternehmen, die Installateuren einen gebrandeten Planungsweg bereitstellen wollen.
Elektrotechnik
In der Elektrotechnik verläuft die Komplexität anders, aber sie ist genauso real. Schutzarten, Querschnitte, Häufungsfaktoren, Schaltgerätekombinationen, Gehäusegrößen und Einbaubedingungen greifen ineinander, und die zulässige Auswahl hängt oft am Einsatzort.
Hier ist der geführte Dialog besonders wirksam, weil der Anfragende häufig gar nicht in Artikelnummern denkt, sondern in Anwendungen. Ein Konfigurator, der nach der Anwendung fragt und daraus die zulässigen Komponenten ableitet, trifft die Denkweise des Nutzers und nicht die Struktur Ihres Katalogs.
Was in beiden Fällen gleich abläuft
Unabhängig von der Branche beginnen wir nicht mit Software, sondern mit Ihrem bestehenden Ablauf. Wir gehen durch, wie eine Anfrage heute bearbeitet wird, welche Angaben dafür nötig sind und an welcher Stelle Fachwissen einfließt, das nirgends dokumentiert ist.
Daraus entsteht das Regelwerk. Sie prüfen es anhand eigener Testfälle und geben es frei, bevor irgendetwas öffentlich wird. Diese Freigabe ist der wichtigste Schritt im ganzen Projekt: Danach ist nicht mehr unsere Software für die technische Gültigkeit verantwortlich, sondern ein Dokument, das Ihre Fachleute geprüft haben.
Andere Branchen
Unser Ansatz ist nicht auf diese zwei Bereiche beschränkt. Überall dort, wo Produkte viele Kombinationen, technische Abhängigkeiten und feste Regeln haben, gilt dieselbe Logik, etwa im Maschinenbau, in der Antriebstechnik oder bei Gebäudetechnik.
Wir sagen trotzdem offen, dass wir dort noch keine Erfahrung mitbringen. Wenn Ihr Produkt in diese Richtung geht, sprechen Sie uns an, aber erwarten Sie von uns keine Branchenkenntnis, die wir nicht haben.