Vertrieb digitalisieren

Ein CRM verwaltet den Engpass. Es beseitigt ihn nicht.

Bei erklärungsbedürftigen Produkten liegt der Engpass fast nie in der Nachverfolgung von Kontakten. Er liegt davor, in der technischen Klärung.

Warum Vertriebsdigitalisierung oft am Kern vorbeigeht

Wer im Mittelstand „Vertrieb digitalisieren" sucht, landet zuverlässig bei drei Kategorien: CRM-Systemen, Werkzeugen zur Leadgenerierung und Vertriebsberatung. Alle drei können sinnvoll sein. Aber sie setzen an einer Stelle an, die bei technischen Produkten selten das Problem ist.

Ein CRM macht sichtbar, dass zwölf Anfragen offen sind. Es ändert nichts daran, dass jede einzelne davon technisch geklärt werden muss, bevor jemand rechnen kann. Automatisierte Nachfassmails erhöhen die Zahl der Anfragen, obwohl der Stau in der Bearbeitung liegt. Wer den Engpass verwaltet statt ihn zu beseitigen, wird schneller, aber nicht durchsatzstärker.

Der Engpass bei erklärungsbedürftigen Produkten

Zeichnen Sie einmal auf, was zwischen Anfrage und Angebot tatsächlich passiert. In den meisten technischen Betrieben sieht es so aus: Die Anfrage kommt unvollständig herein. Ein Mitarbeiter prüft, was fehlt. Er fragt nach. Der Kunde antwortet, oft Tage später. Dabei entsteht eine Anschlussfrage. Erst danach beginnt die eigentliche Arbeit.

Auffällig ist, dass dieser Ablauf sich inhaltlich stark wiederholt. Es sind fast immer dieselben Angaben, die fehlen, und fast immer dieselben Abhängigkeiten, die geprüft werden müssen. Wiederholung ist der Punkt, an dem Software wirkt, und zwar bevor sie irgendetwas verwaltet.

Automatisieren, was sich wiederholt, nicht was sich verkauft

Vertriebsautomatisierung bedeutet bei technischen Produkten nicht, den Verkauf durch Software zu ersetzen. Der Abschluss bleibt ein Gespräch zwischen Menschen, und bei fünfstelligen Aufträgen soll er das auch.

Automatisieren lässt sich der Teil davor: die vollständige Erfassung dessen, was für eine Konfiguration nötig ist, und die Prüfung gegen die technischen Regeln. Ihr Vertrieb steigt damit an einer anderen Stelle ein, nämlich bei einer geprüften Konfiguration statt bei einer Zeile mit dem Inhalt „Bitte um ein Angebot".

Was sich dadurch ändert

SchrittHeute üblichMit Konfigurator
Anfrage geht einunvollständig, freier Textvollständig, gegen das Regelwerk geprüft
Technische KlärungRückfragen über mehrere Tagebereits während der Eingabe erledigt
Stücklistewird von Hand zusammengestelltentsteht mit der Konfiguration
Rolle des VertriebsAngaben einsammelnbestätigen und verkaufen
ErreichbarkeitBürozeitenrund um die Uhr

Auch intern einsetzbar

Ein Konfigurator muss nicht öffentlich auf Ihrer Website stehen. Häufig ist die interne Variante der erste sinnvolle Schritt: Ihr Vertrieb oder Außendienst nutzt ihn direkt im Kundengespräch, und Ihre Handwerkspartner bekommen einen gebrandeten Zugang für ihre eigenen Projekte.

Diese Variante ist gegebenenfalls vereinfacht, eine 3D-Darstellung ist dabei optional. Der Nutzen ist ein anderer als nach außen: Nicht mehr Anfragen, sondern einheitliche Ergebnisse unabhängig davon, wer gerade konfiguriert.

Ein ehrlicher Hinweis zur Reihenfolge

Wenn Ihre technischen Regeln heute nirgends dokumentiert sind, ist der Konfigurator nicht der erste Schritt, sondern der zweite. Der erste ist, das Regelwerk überhaupt aufzuschreiben. Diesen Teil übernehmen wir gemeinsam mit Ihnen, und er hat einen Wert unabhängig davon, ob am Ende Software daraus wird.

Sprechen wir über Ihren heutigen Ablauf.

Kein Formular. Rufen Sie an oder schreiben Sie uns.

Kontakt aufnehmen