Häufige Fragen
Die Fragen, die im ersten Gespräch ohnehin kommen.
Lieber vorher beantwortet, auch dort, wo die Antwort unbequem ist.
Grundlagen
Was ist ein Produktkonfigurator?
Eine Software, die einen Interessenten schrittweise durch die Auswahlmöglichkeiten eines Produkts führt und dabei nur zulässige Kombinationen erlaubt. Am Ende steht eine technisch gültige Konfiguration samt Stückliste, nicht bloß eine gesammelte Wunschliste.
Wofür steht die Abkürzung CPQ?
Für Configure, Price, Quote, also konfigurieren, bepreisen, anbieten. Gemeint ist Software, die diese drei Schritte in einem Ablauf verbindet. Der Konfigurator ist dabei das C und damit die Grundlage, auf der Preis und Angebot überhaupt erst belastbar werden. Mehr dazu auf der Seite zu CPQ-Software.
Was ist der Unterschied zwischen Produktkonfigurator und CPQ?
Ein Produktkonfigurator sorgt dafür, dass die Konfiguration technisch gültig ist. Eine CPQ-Lösung ergänzt Preisfindung, Rabattlogik und ein fertiges Angebotsdokument. Wenn Ihre Preise projektbezogen verhandelt werden, bringt der zweite Teil wenig, und der Konfigurator allein löst bereits den größeren Teil des Problems.
Brauchen wir einen Konfigurator oder nur einen Produktfinder?
Ein Produktfinder grenzt einen bestehenden Katalog ein und führt zu einem fertigen Artikel. Ein Konfigurator setzt ein Produkt aus Komponenten zusammen, die voneinander abhängen. Führen drei bis fünf Fragen zuverlässig zu einem Artikel Ihres Katalogs, reicht ein Produktfinder und ist deutlich günstiger.
Eignung
Für welche Produkte lohnt sich ein Konfigurator?
Für Produkte mit vielen Kombinationsmöglichkeiten, technischen Abhängigkeiten zwischen den Komponenten, festen Regeln für zulässige Kombinationen und einer daraus ableitbaren Stückliste. Der praktischste Hinweis ist nicht die Artikelzahl, sondern die Zahl der Rückfragen: Wenn Ihr Vertrieb bei jeder Anfrage dieselben Angaben nachfordern muss, ist genau das die Arbeit, die entfällt.
Wann raten Sie ab?
Bei wenigen Varianten, bei Katalogware ohne echte Regeln, wenn keine gepflegten Produktdaten vorliegen und wenn es niemanden im Haus gibt, der das Regelwerk fachlich verantworten kann. In diesen Fällen sagen wir ab, statt etwas zu bauen, das anschließend niemand benutzt.
Individuelle Entwicklung oder Standardsoftware?
Für Produkte mit überschaubarer Logik ist ein fertiger Baukasten die vernünftigere Wahl, und wir sagen das auch. Sobald Ihr Regelwerk aber an Spannungsfenstern, Normen oder Kompatibilitätsmatrizen hängt, stößt ein Baukasten an seine Grenze, weil er Ihre Fachlogik nicht abbilden kann.
Aufwand und Ablauf
Was kostet ein individueller Produktkonfigurator?
Wir nennen hier bewusst keine Zahl, die für Ihr Produkt ohnehin nicht stimmen würde. Der Aufwand hängt an vier Dingen: der Zahl der Produktlinien, der Tiefe des Regelwerks, dem Umfang der 3D-Darstellung und den gewünschten Ausgabedokumenten. Eine belastbare Spanne nennen wir im ersten Gespräch, sobald wir Ihren Ablauf gesehen haben. Abgerechnet wird ein einmaliger Aufbau plus eine laufende monatliche Gebühr für Betrieb und Pflege.
Wie lange dauert die Umsetzung?
Den größten Teil der Zeit verbraucht nicht die Programmierung, sondern die Strukturierung Ihrer Regeln und Ihre Prüfung des Ergebnisses. Wie lange das dauert, hängt vor allem davon ab, wie gut Ihre Produktdaten vorliegen und wie schnell Ihre fachliche Ansprechperson Rückmeldung geben kann. Einen konkreten Zeitplan legen wir nach der Prozessaufnahme fest.
Müssen unsere Produktregeln bereits dokumentiert sein?
Nein, das ist bei den wenigsten Unternehmen der Fall. Die Regeln existieren meist, stehen aber in Köpfen und nicht in einem Dokument. Sie zu strukturieren ist Teil unserer Arbeit. Was Sie mitbringen müssen, sind Produktdaten und eine Person, die fachlich Auskunft geben kann.
Wer erstellt und prüft das Regelwerk?
Wir strukturieren und digitalisieren es, Sie prüfen und verantworten es fachlich. Vor dem Livegang geben Sie das Regelwerk anhand eigener Testfälle frei. Diese Freigabe ist bewusst der Kern des Projekts: Danach steht die technische Gültigkeit auf einem Dokument, das Ihre Fachleute geprüft haben, und nicht auf unserer Software.
Was passiert, wenn sich Produkte oder Artikelnummern ändern?
Das Regelwerk wird getrennt vom Programmcode gehalten und in einer Form, die Ihre Fachleute lesen können. Änderungen pflegen wir laufend nach. Welche Anpassungen in der monatlichen Gebühr enthalten sind und was ein eigener Auftrag ist, legen wir vorher schriftlich fest.
Funktionsumfang
Können Stücklisten, Artikelnummern und PDFs erzeugt werden?
Ja, das ist der Standardumfang: die vollständige Konfiguration, eine Stückliste mit Ihren Artikelnummern, die Projekt- und Kontaktdaten des Interessenten sowie eine PDF-Zusammenfassung, die per E-Mail bei Ihnen ankommt. Technische Zeichnungen, Stromlaufpläne oder zusätzliche strukturierte Daten sind je nach Produkt möglich und werden gesondert festgelegt.
Ist eine 3D-Darstellung notwendig?
Nein. Sie hilft dort, wo räumliche Zusammenhänge zum Verständnis beitragen. Ist das Ergebnis im Kern eine Liste, bringt sie wenig und kostet Entwicklungszeit. Bei internen Varianten für Vertrieb oder Handwerkspartner lassen wir sie häufig weg. Wichtig zu wissen: Die Darstellung ist nicht maßhaltig und ersetzt keine technische Zeichnung.
Kann der Konfigurator intern vom Vertrieb oder von Handwerkern verwendet werden?
Ja, und häufig ist das der sinnvollere erste Schritt. Eine gegebenenfalls vereinfachte Variante lässt sich direkt im Kundengespräch nutzen, im Außendienst oder von Ihren Handwerkspartnern für deren eigene Projekte. Der Nutzen ist dann ein anderer: nicht mehr Anfragen, sondern einheitliche Ergebnisse, unabhängig davon, wer gerade konfiguriert.
Kann der Konfigurator an ERP, CRM oder Onlineshop angebunden werden?
Technisch ja, aber es gehört bewusst nicht zum Standardumfang. Der Aufwand hängt fast vollständig davon ab, wie Ihre Systeme aussehen und welche Schnittstellen sie anbieten. Wir definieren solche Anbindungen je Auftrag gesondert, statt eine Integration zu versprechen, deren Aufwand wir vorher nicht kennen.
Sicherheit, Daten und KI
Wie wird verhindert, dass unzulässige Produkte konfiguriert werden?
Über den regelbasierten Entscheidungsbaum. Er legt fest, welche Fragen gestellt werden, welche Antworten zulässig sind und welche Komponenten sich kombinieren lassen. Optionen, die durch eine frühere Auswahl ausgeschlossen sind, verschwinden aus der Ansicht, statt als Fehlermeldung zu erscheinen. Der Nutzer kann also gar keine ungültige Konfiguration erzeugen.
Kann die KI falsche technische Entscheidungen treffen?
Die KI trifft überhaupt keine technischen Entscheidungen. Sie hat genau zwei Aufgaben: Fragen zum Produkt und zum aktuellen Schritt beantworten sowie freie Eingaben auf die passende Auswahl im Entscheidungsbaum übertragen. Was zulässig ist, entscheidet ausschließlich das Regelwerk, und die KI kann es weder verändern noch umgehen. Das ist eine Eigenschaft des Aufbaus, nicht ein Versprechen über die Qualität eines Sprachmodells.
Welche Daten werden an den KI-Anbieter übertragen?
Übertragen wird, was der Nutzer im Dialog eingibt, sowie der Kontext des aktuellen Konfigurationsschritts. Welcher Anbieter dabei zum Einsatz kommt, wo verarbeitet wird und welche Daten ausgeschlossen bleiben, halten wir je Auftrag schriftlich fest und stellen es Ihrer IT oder Ihrem Datenschutzbeauftragten vorab zur Verfügung. Wenn Sie bestimmte Daten grundsätzlich nicht an ein Sprachmodell geben wollen, wird das im Regelwerk berücksichtigt.
Wo wird der Konfigurator gehostet?
Standardmäßig auf unserer Infrastruktur in der Europäischen Union. Ein Betrieb auf Ihrer eigenen Infrastruktur ist möglich und mit einem Preisaufschlag verbunden, weil Einrichtung und Pflege dadurch aufwendiger werden.
Wem gehören Konfigurationen und Kundendaten?
Ihnen. Produktdaten und das strukturierte Regelwerk werden Ihnen in lesbarer Form übergeben, und die über den Konfigurator erfassten Kundendaten gehören Ihnen. Wir verarbeiten sie in Ihrem Auftrag auf Grundlage eines Vertrags zur Auftragsverarbeitung nach Artikel 28 DSGVO.
Was passiert, wenn es Vaschido nicht mehr gibt?
Eine berechtigte Frage bei einem jungen Unternehmen. Deshalb gehört Ihnen das Regelwerk als lesbares Dokument und nicht nur als Funktion in unserer Software. Sie behalten damit das Ergebnis der eigentlichen Arbeit, auch wenn die Software nicht mehr von uns betrieben würde.